Der lange Weg zum Hondje

Irgendwann im Jahr 2019 keimte in uns die Idee, dass ein Hund eine gute Idee wäre. Wir wohnen hier immerhin direkt im Wald, an einem See, ein wahres Hundeparadies!

Doch was für einen? Rasse? Tierheim? Alt? Jung? Fragen über Fragen, alles hat sein Für und Wider.
Fangen wir am Anfang an. Wir bestellten also bereits im Juli 2019 die ersten zwei Bücher über Hunderassen. Diese wurden dann mit allerhand farbigen Post-Its markiert:

orange: schon nett, aber vielleicht noch nicht jetzt (aber wenn wir irgendwann mal ein Haus mit Garten haben…) – Neufundländer, Leonberger, Broholmer etc.
Gelb: kommt irgendwie in Frage, aber ist schon echt aufwändig in der Auslastung (hat halt Jagdtrieb… oder Hütetrieb… und will entsprechend beschäftigt werden) – Border Collie, Drentsche Patrijshond, Flat Coated Retriever etc.
Grün: Der kann es werden! Anfänger-geeignet, leicht zu erziehen, Agility-tauglich, über die müssen wir uns intensiver informieren: Mini-Australian Shepherd, Kooikerhondje, Nova Scotia Duck Tolling Retriever

Der aufmerksame Lesende wird bereits gemerkt haben, für welche Rasse wir uns am Ende entschieden haben: Das Nederlandse Kooikerhondje sollte es werden.

Und schnell war uns auch klar, dass es ein Welpe werden soll. Wenn der als Erwachsener Macken hat, dann sind wir wenigstens allein dran schuld. Bei einem Tier aus dem Tierheim weiß man nie, was der schon erlebt hat, wie er in welcher Situation reagiert etc. Später vielleicht. Aber nicht als Ersthund. Jedenfalls nicht für uns.

Also ein Welpe. Natürlich nur von einem seriösen Züchter. Sonst bekommt man wieder nur eine Wundertüte. Also behalten wir die Homepage des Deutschen Club für Kooikerhondje im Auge. Dort gibt es nämlich eine Karte mit allen Züchtern und den nächsten geplanten Würfen.

Also schrieb ich mir die Finger wund um einen Züchter zu finden, bei dem wir uns auf die Interessentenliste setzen lassen können.
Und uns erreichte eine Absage nach der anderen… Manche Angeschriebenen meldeten sich leider gar nicht zurück.

Im Zeitraum Juli bis September bestellte ich NEUN Welpenbücher. Irgendwann würde es bestimmt klappen und dann möchte man vorbereitet sein…

Und tatsächlich, irgendwann ging es vorwärts. Eine Züchterin, die ihren nächsten Wurf erst im Sommer 2020 plante, würde uns auf die Liste setzen. Wir sollten uns nur noch einmal im Januar melden, weil sich unsere Situation ja ändern könnte.

Und tatsächlich hatten wir im September 2019 unser erstes Treffen mit einer Züchterin und ihren drei bezaubernden Hündinnen. Wir kamen auf die Interessentenliste. Die Hündin wurde läufig, Deckung war erfolgreich. Doch dann: im November ergab der Ultraschall, dass es nur einen Welpen geben wird und dieser war bereits versprochen. Wir gingen also leer aus.
Trotzdem an dieser Stelle viele liebe Grüße nach Itzehoe!

Anschließend erreichten uns noch drei weitere Absagen von Züchtern. Bis wir auf Familie Schröder in Hemmoor stießen. Sie setzten uns im Dezember 2019 auf die Interessentenliste für ihren A-Wurf. Die süße Holly wurde da gerade erst gedeckt. Im Januar 2020 trafen wir uns dann das erste Mal. Die Sympathie war auf beiden Seiten sofort gegeben und wir blieben auf der Interessentenliste und hatten auch selbst großes Interesse dort zu bleiben. Unser Wunsch rückte damit in greifbare Nähe. Der Ultraschall von Holly war nämlich bereits vielversprechend.

Und am 05. Februar 2020 wurden dann die sieben Zwerge von Hadler Land geboren. Zwei Hündinnen und fünf Rüden. Und einer dieser Rüden wird Anfang April zu uns ziehen!

Dann kann er endlich beginnen: Der lange Weg mit Hondje!

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